Aktuelles
Naturheilkunde durch EU-Regelung bedroht?
Nur noch 350 Tage: Am 31. März 2011 werden sich die Bürger Europas nach dem Willen der EU-Kommission von vielen bewährten Naturheilmitteln verabschieden müssen. Bislang unbemerkt von der Bevölkerung treten an diesem Tag die europäischen Regelungen zur Registrierung traditionell verwendeter pflanzlicher Arzneimittel voll in Kraft. Das Budapester Ayurveda-Symposium im März 2010 verdeutlichte Lücken in der europäischen Gesetzgebung. weiter...
von Dr. Mathias Schmidt
(Medizinischer Direktor der EUAA e.V., ANME e.V.)
Homöopathie in der evidenzbasierten Medizin
Der nachfolgende Artikel von Georg Ivanovas, der vor einigen Wochen in "Homöopathie KONKRET" veröffentlicht wurde, befasst sich mit der Begrenztheit der evidenzbasierten Methode (EBM). Diese gewinnt in der medizinischen Praxis ständig an Bedeutung. Die meisten überzeugten Vertreter dieser Methode sehen in der Homöopathie nichts anderes als eine Placebotherapie. Dies spiegelt sich insbesondere in den großen medizinischen Zeitschriften wider. Diese Wahrnehmung stellt für die Homöopathie in vieler Hinsicht eine Herausforderung und ein Problem dar. Ivanovas zeigt an detaillierten Beispielen, wie ihre Techniken nicht oder nur unzureichend geeignet sind, Heilungsverläufe angemessen zu beurteilen. Darüber hinaus wird gezeigt, dass die real-existierende EBM nicht die best mögliche Evidenz bereitstellt. Sie ist zu anfällig für die verschiedensten Interessen, was derzeit auch zu Lasten der Homöopathie geht.
von Mag. Maria Walcher, Leiterin der Nationalagentur für das Immaterielle Kulturerbe in der Österreichischen UNESCO-Kommission
Vom 21. – 24. Mai 2009 fand die 45. Lachesis-Verbandstagung „Heilen und heil werden“ statt, eine Begegnung von indigenen und europäischen Heilweisen. Heilerinnen der Maya-Kultur in Chiapas, einer abgelegenen Bergregion in Mexiko, und Heilpraktikerinnen aus Deutschland trafen sich zum interkulturellen Erfahrungsaustausch.
Aktuell tobt fast unbemerkt von Verbrauchern und Patienten eine weltweite Auseinandersetzung mit Beteiligung aller politischen Kräfte, national und international. Im Ring stehen sich gegenüber
Wahl 2009
ANME befragte die politischen Parteien, welchen Wert sie der Naturheilkunde zubilligen. Fragenkatalog als pdf
Antworten der Parteien:
Bayernpartei:
"...für den Erhalt der Wahlfreiheit der Bürger bei der Therapie..." Wortlaut der Antwort als pdf
CDU:
"Deshalb ist es Aufgabe der Politik, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Arzneimittel für Komplementärmedizin eine Chance zur Durchführung von klinischen Studien besteht." Wortlaut der Antwort als pdf1 und pdf2
CSU:
"..., dass die ärztliche Versorgung ... nach dem Willen des Gesetzgebers durch approbierte Ärzte ... gewährleistet wird ..., dass Behandlungsmethoden, Arznei- und Heilmittel der besonderen Therapieeinrichtungen nicht ausgeschlossen sind. Daran wird die CSU auch weiterhin festhalten." Wortlaut der Antwort als pdf
DIE GRÜNEN:
"Die besonderen Therapierichtungen haben für uns Grüne seit jeher einen hohen Stellenwert." Wortlaut der Antwort als pdf
DIE LINKE: "... fordert, die belegten naturheilkundlichen Therapien genauso wie die schulmedizinischen Verfahren anzuerkennen und in den Leistungskatalog zu übernehmen. Denn nur, wenn Schulmedizin und die Alternative kostenlos für die Patienten sind, kann eine freie Wahl stattfinden." Wortlaut der Antwort als pdf
FDP: "Die FDP ist ein großer Verfechter der Naturheilkunde als sinnvolle Ergänzung zur Schulmedizin." Wortlaut der Antwort als pdf
FREIE WÄHLER:
"...freie Wahl von naturkundlichen Therapien und Medikamente erhalten." Wortlaut der Antwort als pdf
SPD:
"Die Bewertung naturheilkundlicher Behandlungen lässt sich, wie schulmedizinische Therapieformen auch, nur als Einzelfallprüfung realisieren... Im Rahmen dieser Einzelfallbewertung ist eine evidenzbasierte Anwendung alternativer Heilmethoden allerdings wünschenswert." Wortlaut der Antwort als pdf
PSE (Sozialdemokraten):
"...ein klares Ja zur Naturmedizin." Wortlaut der Antwort als pdf
Marion Caspers-Merk (Bundesministerium für Gesundheit):
"Leider kann ich Ihr Anliegen nicht unterstützen..." Wortlaut der Antwort als pdfDagmar Roth-Berendt (MdEP-SPD):
"Die Integration der Komplementärmedizin hat in der letzten Legislaturperiode des Europäischen Parlamentes bereits detlich an Kontur gewonnen..." Wortlaut der Antwort als pdf
Deutliche Zustimmung der Schweizer zur Komplementärmedizin - 67 Prozent für Verfassungsartikel
Fast 80% aller Schweizer Parlamentsabgeordneten haben sich für eine „Zukunft mit Komplementärmedizin“ ausgesprochen. Die Hauptforderungen der Initiative jedoch, wie die Wiederaufnahme von fünf naturheilkundlichen Verfahren (= Homöopathie, Phytotherapie, Anthroposophische Medizin, Neuraltherapie und TCM) in die staatliche Grundversicherung, Integrierung von ärztlicher Komplementärmedizin in die Praxis, Lehre und Forschung, Diplomabschlüsse für nichtärztliche Therapeuten und der Erhalt von bewährten Heilmitteln, wurden in den nun angenommenen Verfassungsartikelentwurf übernommen. Nähere Informationen...
Wir wünschen uns für die Zukunft der Traditionellen Medizin/CAM in Europa ein ähnliches interdisziplinäres Bündnis! pdf
ANME fordert Anerkennung...
Als zündender Impuls unseres 3. Symposiums im November 2008 startet ANME e.V. in diesem Jahr die Aktion:
Traditionelle Medizin (CAM) ist ein immaterielles Kulturerbe aller Menschen auf allen Kontinenten!
Dies gilt damit auch für Europa, und es wird deutlich, wie wichtig der Erhalt und die Erforschung dieses kulturellen Erbes gerade für unsere Zukunft ist. Der Begriff der Nachhaltigkeit gerade im Gesundheitsbereich bedeutet die Anerkennung eines eigenständigen interdisziplinären Verständnisses von Heil-Sein und Heil-Werden, gesund bleiben oder gesund werden.
Das aktuelle Forschungsprojekt der österreichischen Nationalagentur in Zusammenarbeit mit der UNESCO-Österreich leistet aktuell eine Pionierarbeit, die ANME e.V. ausdrücklich unterstützt und gleichzeitig aufnimmt, um aus dieser theoretischen Arbeit politische Taten folgen zu lassen.
Wir bitten Sie und alle die Naturmedizin und Naturheilkunde vertretenden Organisationen, unseren Appell, den wir an die Europäische Kommission, Parlamentarier und nationale Gesundheits- und Kulturministerien richten, zu unterstützen!
Unterstützen Sie unsere Aktion und nehmen Sie Kontakt zu Entscheidungsträgern auf!
In diesem Jahr finden die Wahlen zum neuen EU-Parlament statt und neue Konzepte und Positionen werden geschaffen – gestalten Sie mit, und entdecken Sie unser gemeinsames kulturelles Erbe in der Traditionellen Medizin (CAM) als gleichberechtigt neben und in Kommunikation mit der modernen Gesundheitswirtschaft!
Aktionspapier: ANME fordert Anerkennung ...
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